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Kinder, die bei nur einem Elternteil aufwachsen, haben höheres GesundheitsrisikoFür eine wissenschaftliche Studie wurden in Schweden über 65.000 Kinder mit nur einem Elternteil mit fast einer Million Kindern mit beiden Elternteilen verglichen.
Untersucht wurde dabei die Gesamtmortalität, die ursachenspezifische Mortalität und das Risiko für Krankenhausaufenthalte.
Ergebnis:
Kinder mit nur einem Elternteil zeigten ein erhöhtes Risiko für psychiatrische Krankheiten, Suizid und Suizidversuch, Verletzungen und Mißbrauch von Alkohol und Narkotika.
Für psychiatrische Erkrankungen im Kindesalter betrug das relative Risiko bei Mädchen und Jungen mit nur einem Elternteil 2,1 und 2,5 gegenüber Kindern mit beiden Elternteilen. Ebenso war das relative Risiko in dieser Gruppe für Selbstmordversuche (Mädchen 2,0; Jungen 2,3), alkoholbedingte Erkrankungen (Mädchen 2,4; Jungen 2,2) und narkotikabedingte Erkrankungen (Mädchen 3,2; Jungen 4,0).
Aus der umfangreichen Untersuchung wird geschlußfolgert, daß das Aufwachsen mit nur einem Elternteil mit sehr relevanten gesundheitlichen Nachteilen für das betroffene Kind einhergeht. Mangelnde Ressourcen – auch in finanzieller Hinsicht – im Haushalt dürften eine wichtige Rolle für diese Risikoerhöhung spielen.
Quelle: Centre for Epidemiology, National Board of Health and Welfare, Stockholm, Sweden (G.R. Weitoft, A. Hjern, B. Haglund, M. Rosen); Department of Public Health an Clinical Medicine, Umea University, Sweden ( G.R. Weitoft, M. Rosen); Department of Clinical Sciences, Huddinge University Hospital, Karolinska Institutet, Sweden (A. Hjern) Abdruck in: The Lancet, Vol. 361, January 25, 2003, page 289-295.
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