Bündnis für Ehe und Familie

Studien

Dr. Barbara Schneider: Auf die Familie kommt es an. Familienstruktur und Entwicklung des Kindes

Im Beitrag „Auf die Familie kommt es an. Familienstruktur und Entwicklung des Kindes“ geben Frau Professor Dr. Barbara Schneider, Universität Chicago, und Mitarbeiterinnen einen umfassenden Überblick über die neuere empirische Familienforschung in den USA. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf den Zusammenhang von Familienstruktur und schulischem Verhalten des Kindes – sowohl, was sein soziales als auch sein Leistungsverhalten in Schule und College und damit seinen erreichten Bildungsstand angeht. Kinder, die mit beiden biologischen Eltern aufwachsen, haben dabei die besten Chancen. Auffallend ist, dass in einigen Bereichen Kinder allein erziehender Mütter besser dastehen als Kinder aus Haushalten mit nicht-ehelichen Partnerschaften oder aus Stieffamilien. Möglicherweise sind brüchige, neue oder gar wechselnde Beziehungen (wenn die Mutter neue Partner in die Familie bringt) für Kinder und Adoleszente konfliktreicher und belastender, als wenn sie nur mit einer alleinerziehenden, dafür aber beständigen Bezugsperson auskommen müssen. Barbara Schneider zeigt anhand der Studien, dass einige negative Auswirkungen der Familienstruktur bei alleinerziehenden Müttern gemildert werden können, wenn größere finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen.

Auch in der Bundesrepublik verfügen alleinerziehende Mütter über ein deutlich geringeres Einkommen. Auf der anderen Seite können finanzielle Zuwendungen längst nicht alles auffangen: Eine neue repräsentative Langzeitstudie aus Schweden zeigt, dass auch bei gleich hohem sozioökonomischem Status Kinder aus Ein-Eltern-Familien doch noch ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen, Verletzungen und Suchtabhängigkeiten haben (Weitoft, G.R. et al., Mortality, severe morbidity, and injury in children living with single people in Sweden: a population based study, The Lancet, 361, Jan. 2003, S. 289-295).

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Dr. Thomas Schirrmacher: Der Segen von Ehe und Familie - statistische Daten und Diagramme

"Sie wollen alt werden? Sie wollen lange gesund bleiben? Sie wünschen sich ein erfülltes Sexualleben? Sie möchten glücklich sein? Dann folgen Sie modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen - und heiraten Sie! Denn damit steigen Ihre Chancen rapide, dass Sie das Ersehnte finden. Das jedenfalls hat ein Bonner Theologe herausgefunden." (Marcus Mockler)In vielen Bereichen war man vor einem Vierteljahrhundert nur auf Vermutungen angewiesen, welche Folgen die grundlegenden Veränderungen des Ehe- und Familienrechts, des Sexualstrafrechts und der Gesetzgebung zur Pornographie und Abtreibung haben würde. Dies galt für Befürworter, die die Zukunft ausschließlich rosig sahen, genauso wie für Warner, die zwar später in dunklen Prognosen recht behielten, dies damals aber nicht im Detail belegen konnten.Heute, über ein Vierteljahrhundert später, sind die Folgen in vielen Details wissenschaftlich untersucht  und belegt, ohne dass die Öffentlichkeit davon wirklich Kenntnis bekommt, da die Massenmedien nur ungern darüber berichten und zum Teil von der sexuellen Freizügigkeit und dem andauernden Verfall der Familie zu sehr profitieren, als dass sie an einem Kurswechsel Interesse hätten.Die hier zur Verfügung gestellte Sammlung von Diagrammen wird in der idea Dokumentation "Der Segen von Ehe und Familie - Interessante Erkenntnisse aus Forschung und Statistik"   von Thomas Schirrmacher, ISBN: 3-938116-15-3 ausführlich erklärt und erläutert ... » zu den Diagrammen

Kinder, die bei nur einem Elternteil aufwachsen, haben höheres Gesundheitsrisiko
Kinder, die von einem einzelnen Elternteil aufgezogen werden, unterliegen einem hohen zusätzlichen Gesundheitsrisiko. Insbesondere erkranken sie doppelt so häufig an seelischen Leiden und begehen öfter Selbstmord. Die Wahrscheinlichkeit einer Suchterkrankung verdreifacht sich bei Mädchen und vervierfacht sich bei Jungen. » mehr

Scheidungskinder
25 % der Scheidungskinder gelingt es, ihre scheidungsbedingten Schwierigkeiten zu überwinden und sich zu lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln. 75% hingegen haben große Probleme, den Alltag zu bewältigen und eine längerfristige Perspektive für ihr Leben zu entwickeln.

25 Prozent der Scheidungskinder gelingt es, ihre scheidungsbedingten Schwierigkeiten zu überwinden und sich zu lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln. 75% hingegen haben große Probleme, den Alltag zu bewältigen und eine längerfristige Perspektive für ihr Leben zu entwickeln. Knapp die Hälfte der betroffenen Kinder hat Probleme mit Alkohol und Drogen; einige haben wegen Beschaffungskriminatlität bereits vor dem Richter gestanden. Die 25 % der Scheidungskinder, welche ihr Leben wieder in Griff bekamen, verfügen über ein gutes Verhältnis zu ihrem nichtsorgeberechtigten Elternteil. Quelle: Anneke Napp-Peters: "Familien nach der Scheidung", München 1995.

Jugendliche wünschen sich Familie
Ehe und Familie sind "in". Laut der 14. repräsentativen Shell-Jugendstudie betrachten 75 % der weiblichen und 65 % der männlichen 12-25jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Gründung einer Familie als Weg zum Glück. Quelle: www.shell-jugendstudie.de

Kinderwunsch nach mehr Zeit mit den Eltern
Eine Umfrage von "Mehr Zeit für Kinder e. V. " ergab, daß jedes dritte Kind als größten Wunsch hatte, mehr Zeit mit seinen Eltern zu verbringen. Dieses Bedürfnis nach mehr Freizeit mit den Eltern war den Kindern durch alle Altersstufen hinweg wichtiger als jeder materielle Wunsch.

Was wünschen sich Kinder von ihren Eltern? Diese Frage stellte " Mehr Zeit für Kinder e. V. " im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs. Kinder jeden Alters konnten sich beteiligen. Auf den Aufruf hin trafen rund 400 Zuschriften ein. Die Beiträge waren so individuell wie die Kinder selbst. Doch ein Wunsch dominierte die Gemälde und kleinen Geschichten: Der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit mit den Eltern. Demnach erhofft sich jedes dritte Kind mehr Freiraum für gemeinsame Unternehmungen jeder Art. Quelle: Mehr Zeit für Kinder e. V. Frankfurt a. M., Pressemeldung von Oktober 2000, Tel.: 069-156896-17.

Viele Kinder leben von Sozialhilfe1,2 Millionen der 15 Millionen Kinder, die es in Deutschland gibt, leben von Sozialhilfe. Ihnen steht für ihren Lebensunterhalt eine monatliche Summe zwischen 141 und 267 EUR zur Verfügung. » mehr



Aktualisiert am: 11.4.2007 © Bündnis Ehe und Familie Impressum